13. Eintrag - Erlaubte Entschleunigung

Hallo ihr Lieben!


Unsere aktuelle Situation ist sowohl für uns persönlich als auch für unsere gesamte Bevölkerung eine schwierige und vor allem eine herausfordernde. Das der Corona-Virus (COVID-19) Österreich in einen Ausnahmezustand versetzt, muss ich euch nicht erklären. Wer freitags jedenfalls für sein Frühstück einkaufen wollte, konnte das Ausmaß der Hysterie live sehen. Versteht mich nicht falsch, Hysterie meine ich in diesem Sinne nicht als diese vor der eigentlichen Krankheit, nein, diese sollten wir in allen Fällen mehr als ernst nehmen, es geht vielmehr um die Hysterie zu verhungern oder dem Weltuntergang nahe zu sein. Mein Handy schäumt über vor lauter Klopapier und Nudel Memes. Mir fehlen zum Thema Hamsterkäufe einfach nur mehr die Worte. Ich erinnere mich vage, dass uns die Regierung schon vor Jahren nahelegte, dass immer einen Vorrat für mindestens eine Woche in Krisenzeiten gelagert zu haben. Damals wurden alle ausgelacht die dem nachgegangen sind, dennoch sind heute gerade die, die gelacht haben jene die in Tonnen Nudeln, Klopapier und sonstiges aus den Läden tragen.

Abgesehen von alledem, müssen wir uns dennoch weiterhin vor Augen halten, dass diese Krankheit ernst zu nehmen ist und vor allem für Menschen gefährlich ist, die alt, krank oder immunsupprimiert sind bzw. Vorerkrankungen im Bereich der Atemwege haben. Es geht hier um Eigen- und vor allem um Fremdschutz der betroffenen Zielgruppe.


Das, was uns in Österreich die nächsten Wochen erwarten wird, wird für keinen von uns einfach werden, aber ich möchte in diesem Beitrag meine ganz persönliche und differente Denkweise erläutern.

Wir leben in einer Zeit, in der wir dazu gedrillt werden zu funktionieren, auch wenn wir an unseren seelischen und dann in weiterer Folge auch körperlichen Grenzen kommen. Wir funktionieren einfach.

Jetzt aber einmal Hand aufs Herz. Wann seid ihr das letzte Mal einfach gesessen und habt eure Umgebung beobachtet, die Geräusche um euch herum wahrgenommen oder einfach auch mal nur in euch selbst hineingehört. Ja, ich gebe zu, ich kann diese Frage auch nicht vollständig beantworten.


Wir werden aktuell in eine Situation versetzt, vor der wir alle Angst haben, wir werden „isoliert“, von der Außenwelt und von unseren sozialen Kontakten. Wobei sind wir das wirklich? Wir haben technologisch viel mehr Möglichkeiten als meine Großeltern zu Kriegszeiten. Aber das sind andere Themen, ich möchte darauf hinweisen, dass es kein Gefängnis ist, in das wir gesperrt sind, sondern es wird lediglich an unsere Mitmenschen gedacht und uns gegenseitig geholfen. Die Welt rückt in so schweren Zeiten zusammen, zumindest sollte sie das.


Es erreichten uns schon Videos in denen Menschen, die nebeneinander wohnen, zusammen musizieren und sich gegenseitig Halt geben. Offen und ehrlich, alle in Wohnung-Lebenden, kennt ihr eure Nachbarn? Wisst ihr wer das ist?

Wenn ich heute aufs Land fahre, grüßt mich der Bauer am Straßenrand, der kleine Junge auf dem Traktor oder die alte Frau die ihre Scheibtruhe vor sich herschiebt. Kenne ich diese Menschen? Nein, nicht unbedingt, aber diese Menschen laufen ohne Scheuklappen durch die Straßen und leben nicht nur ihr Leben.


Sieht man es so, sitzen wir alle im selben Boot und wir haben nur uns. Es ist kein Krieg, den eine Seite beenden kann, es ist etwas das Menschenhand nicht zu 100 % beeinflussen kann (davon gehe ich zumindest aus!). Wir können in solchen Zeiten nur aufeinander vertrauen und gemeinsam, vernünftig in die Zukunft blicken. Auch wenn das für uns bedeutet 2 Wochen auf der Couch zu Sitzen, Menschen mit Medikamenten, Lebensmitteln oder anderen Gütern zu versorgen oder unsere Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Jeder hat seine Aufgabe in dieser Situation.


Die Zeit die wir jetzt bekommen, kann bzw. muss jeder für sich individuell nutzen. Ich weiß wie ich sie sehe, nämlich als Chance. Eine Chance zu lernen, mich zu sortieren und neue Denkweisen zu kreieren. Mögen es höhere Mächte sein, aber vielleicht sind es Zeichen bewusster zu leben und das langsamer? Langsamer leben und mehr genießen, die Zeit mit den Menschen die man gerne hat nutzen, den Blick nicht auf Menschen richten, die mich nicht brauchen oder die nur ausweglose Bekanntschaften sind. Es ist an der Zeit zu überlegen in was ich meine Kraft investieren will und sollte.


Abschließend möchte ich euch nur sagen, gebt auf euch und eure Mitmenschen acht. Denkt nicht nur an euch, wir sind in der Situation nicht alleine.

Rücken wir zusammen und unterstützen wir uns wo wir können.

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©2020 On my way to Peace of Mind by Sarah Vsetecka

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