4. Eintrag - Der Blick in den Spiegel

Hallo ihr Lieben!


Habt ihr euch schon mal gefragt, warum ihr so seid wie ihr seid? Und, warum ihr ihr seid?

Oder man fragt sich, warum im Leben Dinge passieren und warum sie gerade mir geschehen.


Ich habe mir diese Fragen schon so oft gestellt und eigentlich nicht so wirklich eine Lösung oder Antwort darauf gefunden, wie denn auch, ist ja auch jetzt nicht gerade eine Sache, die man einmal so salopp aus dem Ärmel schütteln kann.

Hinsichtlich der heute immer größer werdenden Frage wer man eigentlich ist, was meiner Meinung nach ein großer Teil unserer heutigen Gesellschaft ist, habe ich mich hingesetzt und mich genau das gefragt, wer bin ich.


Ich habe mich vor den Spiegel gestellt und mich angesehen.

Dann kam die Frage irgendwann von selbst, man stellt sich die Frage automatisch.

Wer bin ich verdammt nochmal?

Und dann.

Dann sah ich mich an, von den Haaren an über meine Augen, Nase, Ohren und meinen Mund. Es war mein Aussehen, dass mich als Erstes zum Nachdenken anregte. Bin ich mehr wie meine Mama oder wie mein Papa? Wem sehe ich ähnlicher und von wem habe ich diese Nase?

Zugegeben, diese Nase ist von meinem Papa und auch heute ein sehr markanter Teil meines Gesichts.


Man sagt ja, dass die Augen das Tor zur Seele sind. Nach langem, wirklich langem, Blick in meine eigenen Augen konnte ich feststellen, dass in meinem rechten Auge mehr goldene Flecken sind als in meinem Linken. Das Tor zu meinem Inneren suchte ich vergeblich. Ich bin zwar ein sehr spiritueller Mensch, aber das Tor zum Innersten so offensichtlich finden zu können erscheint mir doch ein bisschen zu einfach. Im Endeffekt glaube ich, dass es sowieso schon hunderte Theorien gibt, wie man sich in sein Innerstes kehrt, was man glauben kann oder nicht, muss dann jeder für sich selbst bestimmen.


Sagt mein Innerstes überhaupt aus, was oder wer ich bin?

Meiner Meinung nach schon, denn zusammengefasst gibt und das was uns innerlich ausmacht, die Instanz dazu was wir nach außen hin ausleben, ich weiß, kompliziertes Thema. Meine Handlungen werden immer einen Einfluss darauf haben wie mich andere Leute sehen und mich maßgeblich prägen. Egal was ich tue, ich werde damit in Verbindung gebracht und so bleibe ich in Gedanken der Menschen.


Aber, ist das, dann auch wirklich das was ich bin?

Immerhin entscheide ich ja auch, wie ich zu jemandem bin. Seht es euch doch an den Politikern, Promis und Musikern an, diese Menschen sind rethorisch so gebrieft, dass man von ihnen verbal eingewickelt wird. Keine Chance wirklich durchzublicken wer diese Menschen wirklich sind. Wir müssen ja auch gar nicht so weit denken, selbst der engste Freund kann ein ganz anderes Gesicht haben, als er dir zeigt. Und, ganz ehrlich, seid ihr zu manchen Menschen nicht auch anders als zu anderen?


Was oder wer wir also sind, kann und wird man nie wirklich beantworten können. Ich denke zwar oft über den Tellerrand hinaus und versuche mich zu finden in dieser Welt. Vergeblich aufgegeben habe ich aber, zu versuchen Menschen zu verstehen beziehungsweise zu glauben wie eine Person ist. Okay gut, vielleicht bin ich da auch zu gutmütig, aber so getäuscht zu werden muss auch nicht sein.


Seid also immer auf der Suche nach eurem Ich, euren Weg braucht ihr nicht zu suchen, den geht ihr schon alleine. Auch hier gilt, es gibt kein richtig oder falsch, es liegt nämlich im eigenen Ermessen, was man im Leben als Niederlage ansieht. Prinzipiell gibt es im Leben für mich keine Niederlagen, denn im besten Fall lernt man einfach daraus.


Sich also selbst zu fragen, wer man ist, sollte nie aufhören, weil man nie sagen kann, so und das bin ich jetzt. Man lernt immer neues und bekommt neue Herausforderungen, die einen wieder zu einem anderen Menschen machen als man bis vor kurzem noch war. Rückblickend kann man lediglich sagen, damals oder zu dem Zeitpunkt habe ich mir gefallen und zu dem Zeitpunkt nicht. Und, solltet ihr momentan das Gefühl haben zu denken, das bin ich nicht, dann ändert was. Nehmt euch selbst am Ohrwaschl und macht was.

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©2020 On my way to Peace of Mind by Sarah Vsetecka

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